Balkonkraftwerk Amortisation Rechner
Nach wie vielen Jahren hat sich ein Balkonkraftwerk bezahlt gemacht? Das hängt vor allem davon ab, wie viel des erzeugten Stroms du selbst verbrauchst – nicht davon, wie viel die Anlage insgesamt erzeugt. Zwei Haushalte mit derselben Anlage können deshalb bei der Amortisationszeit mehrere Jahre auseinanderliegen. Wir rechnen mit deinem Verbrauch, deiner Ausrichtung und dem Standortertrag deiner Postleitzahl – und mit einem konkret erhältlichen Komplettsystem aus unserem geprüften Katalog statt mit einem pauschalen Modulpreis.
Deine Angaben
Was „Amortisation“ hier genau bedeutet
Wir rechnen die einfache Amortisation: Anschaffungspreis geteilt durch die jährliche Ersparnis. Keine Zinsen, keine Strompreissteigerung, keine Wertsteigerung. Das ist bewusst konservativ – wer eine jährliche Strompreiserhöhung einrechnet, bekommt eine kürzere Amortisation, die aber auf einer Annahme über die Zukunft beruht.
Warum der Eigenverbrauch entscheidet
Für jede Kilowattstunde, die du selbst verbrauchst, sparst du deinen vollen Arbeitspreis. Strom, den du nicht selbst nutzt, fließt bei einem typischen Balkonkraftwerk ohne Einspeisevergütung ins Netz und bringt wirtschaftlich nichts. Deshalb amortisiert sich dieselbe Anlage bei zwei Haushalten unterschiedlich schnell: Es zählt, wann du Strom brauchst, nicht nur wie viel.
Ein Haushalt, der tagsüber zu Hause ist, verbraucht mehr Solarstrom direkt. Ein Haushalt, der abends Strom braucht, nutzt weniger davon – und genau dort wird ein Speicher interessant.
Warum wir „ab“ schreiben
Bei einigen Systemen ist ein Pflichtbestandteil – meistens die Halterung für deine Montagesituation – noch nicht mit einem verifizierten Preis hinterlegt. Dann ist der Anschaffungspreis ein Mindestpreis und die Amortisation entsprechend ein frühestmöglicher Zeitpunkt. Wir zeigen das offen an, statt eine scheinbar genaue Zahl zu nennen, die sich später verschlechtert.
Warum verschiedene Rechner verschiedene Amortisationszeiten nennen
Wer zwei Balkonkraftwerk-Rechner nacheinander benutzt, bekommt in der Regel zwei unterschiedliche Antworten. Das liegt selten an der Ertragsberechnung – die ist Physik und überall ähnlich – sondern fast immer an einer einzigen Größe: dem Anteil des Solarstroms, den du selbst verbrauchst.
Dafür gibt es zwei Methoden. Die eine setzt diesen Anteil als Annahmeund multipliziert ihn mit dem Jahresertrag. Das ist schnell, aber die Antwort steckt dann schon in der Eingabe: Wer eine hohe Quote annimmt, bekommt eine kurze Amortisation heraus, ohne dass irgendetwas über den Haushalt bekannt wäre.
Die andere Methode berechnet den Anteil: ein Verbrauchsverlauf über den Tag wird Stunde für Stunde gegen den Solarertrag derselben Stunde gestellt, über ein ganzes Jahr. Der Eigenverbrauchsanteil ist dann ein Ergebnis und keine Vorgabe. stromFit rechnet so – das ist der Grund, warum der Rechner oben nach deinem Tagesablauf fragt und nicht nur nach der Anlagengröße.
Der Unterschied zwischen beiden Methoden ist klein, solange es nur um Module geht, und groß, sobald ein Speicher im Spiel ist: Ob ein Speicher sich füllt und wieder leert, lässt sich aus einer Jahresquote gar nicht ableiten. Welche Annahmen im Einzelnen gelten, steht offen in der Methodik.
Wird ein Balkonkraftwerk gefördert?
Der Rechner oben rechnet bewusst ohne Förderung. Ein Zuschuss verkürzt die Amortisation, wird aber kommunal entschieden, hat oft ein begrenztes Budget und ändert sich mehrmals im Jahr. Er gehört deshalb nicht in eine allgemeine Rechnung, sondern separat geprüft — und zwar vor dem Kauf, weil viele Programme eine bereits bestellte Anlage nicht mehr fördern.
Für Steckersolargeräte sieht es in den Programmen, die wir selbst gegen die amtliche Quelle geprüft haben, aktuell so aus:
- München — zahlt aktuell einen Zuschuss
- Zuschuss Steckersolargerät: 0,40 € je Wp, höchstens 50 % der Kosten · Zuschuss Steckersolargerät (Sozialpass): Betrag nicht amtlich bestätigt
- Berlin — nimmt für Steckersolargeräte keine neuen Anträge mehr an
- Bedingungen, Quelle und Prüfdatum stehen auf der Programmseite.
- Frankfurt am Main — nimmt für Steckersolargeräte keine neuen Anträge mehr an
- Bedingungen, Quelle und Prüfdatum stehen auf der Programmseite.
- Köln — nimmt für Steckersolargeräte keine neuen Anträge mehr an
- Bedingungen, Quelle und Prüfdatum stehen auf der Programmseite.
- Sachsen — Programm ausgelaufen, keine Anträge mehr möglich
- Bedingungen, Quelle und Prüfdatum stehen auf der Programmseite.
Stand der Programmdaten: 12. Oktober 2026. Das ist keine vollständige Liste aller deutschen Förderprogramme, sondern die Programme, deren Regeln stromFit selbst an der amtlichen Quelle nachgelesen hat. Ob an deiner Adresse etwas gilt, beantwortet der Förderrechner nach Postleitzahl. Warum der Antrag in vielen Programmen vor der Bestellung gestellt werden muss, steht unter Antrag vor Kauf.
Wie es weitergeht
Diese Seite beantwortet die Solarfrage. Zwei weitere Fragen schließen sich an: Lohnt sich zusätzlich ein Speicher?und, falls ja, welche Speichergröße passt?Eine Gegenüberstellung beider Strategien findest du unter mit oder ohne Speicher. Die Rechenwege sind unter Methodik dokumentiert.
