Balkonkraftwerk: Eigenverbrauch erhöhen
Diese Seite ist für dich, wenn du schon ein Balkonkraftwerk hast und den Eindruck, dass es weniger bringt als gedacht. Der Grund ist fast immer derselbe – und er liegt nicht an der Anlage.
Dein Balkonkraftwerk erzeugt Strom mittags. Geld sparst du aber nur mit dem Anteil, den du in genau dieser Stunde auch verbrauchst: Was übrig bleibt, fließt ohne nennenswerte Vergütung ins Netz. „Eigenverbrauch erhöhen“ heißt deshalb nicht, mehr zu erzeugen, sondern den vorhandenen Strom zum richtigen Zeitpunkt zu nutzen. Wie viel dir das bringt, hängt an deinem Haushalt – und ist genau die Zahl, die unten berechnet wird.
Deine Angaben
Warum eine Tippliste dir diese Zahl nicht geben kann
„Wasch- und Spülmaschine mittags laufen lassen“ stimmt. Nur ist der Tipp in einem Zwei-Personen-Haushalt mit Westbalkon etwas völlig anderes wert als in einem Vier-Personen-Haushalt mit Südbalkon – und ohne deine Angaben kann niemand sagen, welcher der beiden Fälle du bist. Deshalb steht auf dieser Seite keine Liste, sondern ein Rechner: Du änderst oben eine Angabe, rechnest erneut, und die Differenz ist die Antwort für deinen Haushalt.
Wir ziehen die beiden Ergebnisse bewusst nicht selbst voneinander ab. Der Rechner gibt jeden Wert so aus, wie die Simulation ihn geliefert hat; eine von uns gebildete Differenz wäre eine Zahl, für die niemand mehr die Herkunft prüfen könnte. Zwei Läufe nebeneinander sind ehrlicher als ein Ergebnis, das wir errechnet haben.
Die drei Hebel, die du als Besitzer noch hast
Ausrichtung und Verschattung stehen fest, sobald die Anlage hängt. Was bleibt, ist:
- Verbrauch verschieben. Große Verbraucher in die Mittagsstunden legen. Das ist der Hebel, den der Rechner oben direkt abbildet: Er steckt in der Frage „Wann verbrauchst du zu Hause den meisten Strom?“.
- Grundlast anheben. Geräte, die ohnehin laufen müssen, in die Erzeugungszeit legen. Wirkt in dieselbe Richtung wie der erste Punkt und wird vom selben Ergebnis erfasst.
- Speicher nachrüsten. Der einzige Hebel, der Geld kostet – und der einzige, der auch dann wirkt, wenn du tagsüber schlicht nicht da bist. Der Rechner weist ihn getrennt aus: zusätzliche Ersparnis, Kosten und Amortisation des Speichers allein.
Wann sich ein Speicher zum Nachrüsten rechnet
Ein Speicher lebt von dem Überschuss, der bei dir übrig bleibt. Wer tagsüber zu Hause ist und ohnehin viel direkt verbraucht, hat wenig, was ein Speicher noch retten könnte – und für den fällt die Rechnung oft negativ aus. Wer tagsüber außer Haus ist, hat den umgekehrten Fall. Beides sind legitime Ergebnisse, und der Rechner sagt auch dann etwas, wenn die ehrliche Antwort „kein Speicher“ lautet.
Wenn du die Frage vertiefen willst: DerSpeicher-Rechner stellt sie in den Mittelpunkt, undwelche Speichergröße passtvergleicht die Kapazitäten, die es tatsächlich zu kaufen gibt. Ob für einen Speicher an deiner Adresse eine kommunale Förderung in Frage kommt, beantwortet derFörderrechner nach Postleitzahl – das ist programmabhängig und ändert sich mehrmals im Jahr.
Was du nicht mehr ändern kannst – und was das bedeutet
Ausrichtung und Verschattung bestimmen, wie viel überhaupt erzeugt wird. Sie sind nach der Montage gesetzt, aber es lohnt sich zu wissen, wie stark sie wirken: Das erklärenWestausrichtung undVerschattung jeweils mit demselben Rechenweg. Wenn dein Verbrauch stark abends liegt, isthoher Stromverbrauch am Abenddie passendere Seite – sie beantwortet dieselbe Mechanik aus der Perspektive vor dem Kauf.
Wie der Eigenverbrauchsanteil berechnet wird – stündliches Lastprofil gegen stündlichen Ertrag, über ein ganzes Jahr – steht offen in derMethodik.
