Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Westausrichtung?
Eine Westausrichtung schließt ein wirtschaftliches Balkonkraftwerk nicht aus. Sie verschiebt einen Teil der Erzeugung in den späteren Nachmittag und Abend – die Tagessumme fällt meist etwas niedriger aus als bei Süd, dafür trifft die Erzeugung bei vielen Haushalten besser auf den tatsächlichen Verbrauch.
Für deine Situation rechnen
Wir starten mit: Ausrichtung West. Du kannst sie unten ändern.
Deine Angaben
Warum wir keine pauschale Prozentzahl nennen
Im Netz kursieren feste Angaben wie „West bringt X Prozent weniger als Süd“. Solche Zahlen sind für eine Kaufentscheidung wenig wert: Der Unterschied hängt vom Breitengrad, vom Aufstellwinkel, von der Verschattung und vom Wetterdatensatz ab. Für einen Balkon in Hamburg gilt etwas anderes als für einen in Freiburg.
stromFit fragt deshalb deine Postleitzahl ab und holt den Standortertrag aus PVGIS, dem Datensatz der EU-Kommission. Was du oben als Ergebnis siehst, ist für deinen Standort und deine Ausrichtung gerechnet – keine übertragene Faustregel.
Später Ertrag kann besser passen
Eine Südanlage hat ihr Maximum um die Mittagszeit. Eine Westanlage erzeugt ihr Maximum später am Tag. Wenn dein Haushalt am späten Nachmittag und frühen Abend Strom braucht, trifft eine Westausrichtung diesen Bedarf besser – und ein größerer Anteil des Stroms wird direkt genutzt statt ungenutzt eingespeist.
Das ist der Grund, warum die niedrigere Jahressumme nicht automatisch die schlechtere Wirtschaftlichkeit bedeutet. Für die Rechnung zählt, was bei dir ankommt.
Probier den Unterschied aus
Stell die Ausrichtung oben von West auf Süd und rechne erneut. Du siehst dann für dein eigenes Profil, wie groß der Unterschied tatsächlich ist – statt eine allgemeine Zahl zu übernehmen.
Weiterrechnen
Wann sich die Anlage bezahlt macht, rechnet derAmortisation-Rechner. Wie der Ertrag zustande kommt, steht in der Methodik.